Manfred Zilly gratuliert Sebastian Kienle


Unterschiedliche Generationen - dieselbe Leidenschaft. Hier gratuliert Manfred Zilly vom SSC dem Weltmeister von 2014 Sebastian Kienle beim Summertime Triathlon in Karlsdorf Neuthard am 09. August 2015. Manfred gewann in seiner Altersgruppe AK70 den 1. Platz.

BLOG vom Ironman Hawaii 2014 von Heike Schmidt

In dem BLOG hat Heike die Tage in Hawaii bis zu ihrer Teilnahme an der Weltmeisterschaft und auch ihre Eindrücke von dem Rennen selbst und das Gefühl danach beschrieben!

 

 

http://Heike-Kona.tumblr.com

 

 

Erfahrungsbericht von Thomas Lenk

Challenge Vichy 2014:

Donnerstag, Anreise:
Wie immer:
Last Minute. Donnerstagabend 16:00 Uhr los. 6h waren geplant, 7:30h sind’s für die 570 km geworden. Inklusive französischem Starenkasten (Shit Happens) und verfahren auf den Landstraßen. Das nächste Mal dann doch lieber mit Navi.
Unterkunft:
Hotel Les Nationes: direkt am Ufer-Park. 5 min weg von Laufstrecke und Centrum. Super Lage. Aber das Zimmer ein wenig klein und „zweckmäßig“. Standardzimmer eben. Aber ok. Falls nochmal, dann auf alle Fälle ein größeres Zimmer, zumal wenn’s für Zwei sein soll. Vielleicht auch ein wenig länger, denn Vichy ist ein sehr schönes Städtchen. Vergleichbar mit Baden- Baden. Nur heißt hier die Oos, Allier und ist einen Tick breiter.

Freitag, Startunterlagen/Wettkampfbesprechung/EXPO:
Etwas unübersichtlich. Hier hätte ich mir –wie in Roth- mehr Wegweiser gewünscht. Expo – Bereich: überraschend vielfältig!
Noch ein paar elastische Schnürsenkel gekauft und rüber die Startunterlagen holen. Hier gab’s für jede „Sprachgruppe“ einen entsprechenden Schalter. mit sehr freundlichen Helfern. Also kein Problem für jemanden mit ner „mangelhaft“ in Französisch. Die WK-Besprechung in Deutsch war etwas holperig. Da wäre es besser die englische Variante zu hören. Danach die Radstrecke –zusammen mit Alois- im Auto abgefahren. Sieht schwieriger aus als gedacht, aber landschaftlich: 1a! Leider haben wir keine ordentliche Espressobar an der Strecke gesehen.
Nudelparty:
Wir selbst sind lieber zum Sushi–Essen gegangen (All You Can Eat), aber laut Alois war die Auswahl auf der Party super, tolle Qualität. Französisch eben.

Samstag, Einchecken:
20 min Schwimmtraining am Morgen, nach dem Start der Olympischen: Boa, was ist das Wasser trüb. Kurz die Radstrecke an-testen und einen anschließenden 15 min Lauf. Letzter Check der Wechselbeutel
und ab zum Einchecken. Sehr kurze Wege vor Ort. Ging alles sehr zügig. Wechselbeutel an den Haken in der „Garderobe“. Danach noch schön essen gegangen am „Jachthafen“. Natürlich leichtverdauliches: Fisch mit Reis.
Sonntag, Wettkampf:
Aufstehen um 4:30 Uhr. Frühstück im Hotel mit vielen Trias aus England, Schweiz, Belgien, Holland und natürlich France. Schon hier im Belle-Epoque Frühstücksraum super Stimmung. Toast/Honig, Grüntee, Kaffee und hartgekochte Eier mit viel Salz. Blick aus dem Fenster: Super Bedingungen, kaum Wind, kaum Wolken. Was will man mehr!

Den vollständigen Bericht kann unter diesem Link als pdf-Dokument nachgelesen werden.
 


Thomas Lenk (rechts im Bild) und Alois Willing (links)

 

Erfahrungsbericht von Heike Schmidt beim Ironman Austria

KÄRNTEN - LUST am Leben
 

… das ist der Slogan des Bundeslandes Kärnten, in dessen Landeshauptstadt Klagenfurt dieses Jahr zum 16. Mal der Ironman stattfand.
Nach mehreren tollen Urlaubsaufenthalten in den dortigen herrlichen Bergen war für Ingo und mich klar, wenn nochmal ein Ironman, dann dort. Gesagt getan, kaum neigte sich das halbe Jahrhundert von mir zu Ende, waren Ingo und ich dort auch schon angemeldet mit dem klaren Ziel – Heike will nach Hawaii!!
Nur wie funktioniert das? Ingo und ich haben die Ergebnislisten der „relevanten“ AKs der letzten 2 Jahre der Frauen analysiert und festgestellt, dass die Erst- und Zweitplatzierte der letzten Jahre wieder am Start sein werden. Die Erstplatzierte konnte letztes Jahr mit 10:26:00 punkten, ging aber wie die Jahre davor nicht nach Hawaii (sie war als Profi schon 6 mal in Hawaii). Die Zweitplatzierte erbeutete so mit 10:46 den Slot und berichtete darüber auch mit Stolz und Zeitungsartikeln auf ihrer Homepage. Alle anderen Frauen hatten noch nie solch guten Zeiten erzielt.
 

Den vollständigen Bericht (als pdf-Dokument) kann unter diesem Link abgerufen werden

Bilder vom Kraichgau

Hier ein paar Bilder unserer Athleten bei der Challenge Kraichgau


Sven Egolf

 


Frank Guth

 

Phillip Klein  

 


 Michael Lotter
 

 

   
Alois Willing



Melina Metzig

 


Volker Meinzer

 

Leonie Egolf bei der Junior Challenge       

Leonie Egolf bei der Junior Challenge am 14. Juni 2014

 

Triathlon in Obernai - Erlebnisbericht von Kathrin Gräve

Wettkampf in Obernai am 1.6. 2014

Anspruchsvolle Strecke, tolle Atmosphäre
Relativ günstige Startgebühren und Preisgelder auch für Nicht-Profis

Nach einigen Motivationsschwierigkeiten für dieses Jahr sollte es nun doch der 1. Juni 2014 für eine Mitteldistanz in Obernai sein. Etwa 25km südwestlich von Strassburg gelegen. Region Elsass.
Eine Strecke von 2,1km Schwimmen, 80km Radfahren mit beachtlichen 1560 Höhenmetern und einem abschließenden Halbmarathon. Die drei Laufrunden waren der Radstrecke angepasst, ebenfalls etwas profiliert. Am selben Morgen fanden noch eine Sprintdistanz, eine Olympische Distanz sowie ein Kindertriathlon statt. Insgesamt waren es ca. 1200 Starter. Auf der Mitteldistanz fanden die Elsass-Meisterschaften statt. Auch im Damenfeld waren hier einige starke Athletinnen am Start.
Als dann am Sonntag der Wecker um 4:30 klingelte habe ich mich ja schon gefragt warum ich mir das zumute. Wäre schön wenn ich nur starten könnte ohne den ganzen organisatorischen Ablauf davor und danach. Geht aber leider nicht.
Nach 1:15 Stunden Autofahrt sind wir doch recht schnell in Obernai angekommen. Startunterlagen holen und Laufbeutel platzieren. Blieb also noch genügend Zeit um die 16 Kilometer zum See nach Benfeld zu fahren.
Der Rad-Checkin erwies sich als sehr eigenartig. Der Kampfrichter schaute ob mein Arm und mein Bein mit der Startnummer beschriftet sind. Dann musste ich vor seinen Augen an Ort und Stelle den Zeitmesschip vom rechten an den linken Fuß schnallen. Dies war sehr wichtig. Mein Helm schien ihm gleichgültig zu sein, na ja ich hatte ihn zumindest auf dem Kopf. Und was war mit meinen Bremsen. Vielleicht hat er geschaut ob welche da sind. Sehr ungewöhnlich.
Ich durfte mich dann über 20 Grad Wassertemperatur freuen. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt seltsamerweise gar keine Lust zum Schwimmen hatte. Gleich aufs Rad wäre auch nicht schlecht.
Wettkampfbesprechung auf französisch und ab zum Start. Viel Zeit zum Einschwimmen blieb nicht und ich konnte auch nicht verstehen wann es denn endlich losgeht. Plötzlich ein Fehlstart. Sehr lustig. Alle mussten wieder direkt ans Ufer, keiner durfte mit den Füßen im Wasser stehen. Dann endlich das Startsignal. Seltsamerweise habe ich in Frankreich beim Landstart immer das Gefühl von hinten überrannt zu werden und dann geht nichts vorwärts und es ist schwierig wieder aus der hinteren Meute raus zukommen.
Bei zwei Landgängen entzerrte sich das Feld dann doch sehr schnell und ich hatte das Glück auf der letzten Schwimmrunde einen guten Wasserschatten zu bekommen. So macht das richtig Spass. Mit 33:45 Min kam ich nur 30 Sekunden hinter Alexandra Luison als 3. Frau aus dem Wasser. Bis hierher lief schon mal alles wie letztes Jahr. Ein bisschen habe ich ja schon spekuliert. Ob ein 5. Platz wohl drin wäre? Letztes Jahr wurde ich mit viel Glück 3. Frau. Platz 1 und 2 aus dem letzten Jahr waren auch wieder am Start. Ebenso teilte die Presse noch zwei Athletinnen aus dem Elsass mit. Das können also keine Schnarchnasen sein. Ergibt also 4 Personen. Bis Platz 5 gab es noch Geld zu gewinnen.Ich war also gespannt wie es weiter geht. 18 Damen waren unterwegs...
In der etwas chaotisch organisierten Wechselzone wurde ich dann auch gleich schon beim Wechsel eingeholt. Wie mir Reinhard kurz mitteilte war ich nun 4. Frau, die 3. Frau sei nur knapp vor mir. Wieder spannend.
Die ersten 20 Kilometer der Radstrecke waren eher flach. Die ganze Strecke war für den Autoverkehr nicht gesperrt. Es war aber nicht weiter störend da die Autofahrer sehr rücksichtsvoll fuhren. Viele Helfer waren auf der Strecke um an Kreuzungen und Kreisverkehren den Verkehr zu stoppen. Etwa 200 Meter vorher ein lauter Pfiff und die Autos wurden angehalten. Leider war mir nicht immer sofort klar ob ich nun rechts oder links abbiegen muss wenn keine anderen Athleten vor mir fuhren.
Von der 3. Frau war nichts zu sehen und langsam näherte ich mich auch schon dem ersten Anstieg, dem Mont Sainte-Odile (763m). Letzte Chance sie dort einzuholen.
Mehrere Kurven geht es nun aufwärts. Ich fand schnell meinen Rhythmus und fuhr grinsend hoch. Etwas psychologische Kriegsführung den männlichen Teilnehmern gegenüber. Manche lassen sich das nicht so gerne gefallen am Berg überholt zu werden.
Nach den ersten Höhenmetern bei KM 35 gab es Verpflegung. In Frankreich gibt es immer nur handelsübliche Plastikflaschen mit Schraubverschluss. Diesmal ganz großzügig in der 1,5 Liter-Bottel. Auch nicht schlecht.
Auf der ersten Abfahrt verabschiedete ich mich mental von der 3. Frau. Wie sich später zeigte hatte sie eine Radzeit von 2:41 Stunden. Ziemlich genial auf der Strecke.
Der kalte Wind in den Abfahrten ließ meine Beine ziemlich schnell auskühlen so dass es am nächsten Anstieg etwas mühselig wurde wieder in einen geschmeidigen Tritt zu kommen. Irgendwann endlich ein Schild 960m. Ich dachte nur noch in Höhenmetern statt in Kilometern. Einen Tacho hatte ich sowieso nicht dabei und 139 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt auf 1099 sind ja nicht mehr viel. Diese Part zog sich ziemlich hin und so langsam mochte ich diesen rauen Asphalt der sich über den ganzen Anstieg zog nicht mehr fahren. Vor mir und hinter mir waren alle langsam.
Im Anstieg gab es mal wieder Verpflegung. Schokoriegel von Nesquik. Vielleicht das Geheimnis der Franzosen, dass sie deshalb so schnell sind. Es gab diesmal auch gefüllte Radflaschen, leider nur mit Iso-Getränk. Wasser gab es im handlichen Plastikbecher, halbvoll eingeschenkt.
Endlich war der höchste Punkt erreicht und mir wurde schlagartig kalt. Wahrscheinlich lag die Temperatur hier oben doch nur im einstelligen Bereich. Das Schlimmst war aber geschafft, noch einen leichteren Anstieg und dann ging es am Odielienberg wieder runter Richtung Obernai. Zu meiner Überraschung hatte das Örtchen Ottrott dann auch noch kleinere fiese Schnapper zu bieten.
Mittlerweile dachte ich schon ans Laufen. Als 4. Frau darf mich nur eine überholen. Das könnte knapp werden, eher unrealistisch als schlechte Läuferin. Wenn die Französinnen was können dann Laufen. Kurz vor der 2. Wechselzone fuhr dann die 5. Frau sehr fix an mir vorbei und die Positionen wechselten. Damit hatte ich jetzt nicht mehr gerechnet.
Als 5. Frau auf die Laufstrecke. Das sollte spannend werden. Ich habe mit mir selbst mitgefiebert.
Ich war gespannt auf die geänderte Laufstrecke. Im Vergleich zum letzten Jahr sollte sie etwas entschärft worden sein.
Am Zielbereich vorbei ging es hoch auf die Stadtmauer, über Kopfsteinpflaster raus aus dem Ort. Ein Treppengerüst wurde zur Straßenüberquerung aufgebaut.Hier stauten sich manchmal die Sportler da die Laufstrecke durch die Olympische Distanz und die Sprintdistanz sehr voll wurde. Bei drei Laufrunden musste ich also 6 Mal rauf und wieder runter. Diese Treppe hat mir so einiges abverlangt. Die Stufen waren so schmal dass nur mein halber Fuß darauf Platz hatte, dementsprechend steil war das Konstrukt auch. Das brachte mich völlig aus dem Laufrhythmus. Als Zuschauer hätte ich wahrscheinlich viel Spass gehabt, zu sehen wie die Athleten zum Teil dort hoch und runter eiern.
Der Klassiker in Obernai durfte nicht ausbleiben, raus aus dem Stadtkern und hoch Richtung Weinberg. Der härteste Teil der Laufstrecke war somit zum ersten Mal geschafft. Es sollten noch zwei weitere Male folgen. Bis zum höchsten Punkt auf 263 Metern fehlten noch ein paar Höhenmeter. Diese waren aber moderat verteil. Es folgte eine Bergab-Passage mit sehr schönem Ausblich über Obernai. Ich freute mich dass auch die Bergab-Passage entschärft wurde. Die zweite Runde fühlte sich schon wesentlich mühseliger an. An der Treppe konnte ich mich nur am Geländer hochziehen und meine Schuhe fühlten sich wie Klötze an den Füßen an. Ein ziemliches Gewusel war auf der Strecke und ich verlor so langsam den Überblick ob ich nun immer noch 5. Frau war. Wahrscheinlich schon, denn als ich Reinhard traf meinte er nur leise, ich solle mich lieber nach hinten orientieren und nicht nach vorne schauen.Wieder spannend. Also schleppte ich mich den Buckel hoch während ich gerade von Alexandra Luison überholt wurde. 1,55m und 42 Kilogramm sind gerade so an mir vorbeigeflogen. Die spätere 2. Frau lief eine Zeit von 1:19 Stunden. Bis auf eine Minute konnte sie die Siegerin und Radgranate Helene Fröhlich noch einholen. Hammer.
Für mich stand leider ein Positionswechsel an. Aber besser nach 1,5 Runden als kurz vorm Ziel. Das macht die ganze Sache doch ein wenig entspannter und die Kräfte verließen mich immer mehr. Also ein Halt am Catering.
Die dritte Rund war eine kleine Katastrophe. Am Berg musste ich gelegentlich mal stehen bleiben weil mein Magen rebellierte. Cola und Orangen auf Runde 2 waren wohl doch keine gute Idee. Mal wieder was dazu gelernt. Bergab war nur noch ein unkoordiniertes Getappse und an der Treppe war ich froh dass mich niemand sieht den ich kenne. Trotzdem konnte ich noch letzte Kräfte mobilisieren um ein Stück mit zwei Frauen von der Olympischen Distanz  über die Stadtmauer zu laufen. Das Ziel war also  in überschaubarer Nähe. 7. Frau in 5:41:30 Stunden.
Wie sich später zeigt fehlten mir 6 Minuten zum 5. Platz.
Ärgere ich mich? Nein, für meine Verhältnisse bin ich voll zufrieden. Endlich mal ein Lauf auf der Mitteldistanz in 1:55:42 und ohne orthopädische Wehwehchen.
Am Sonntagabend konnte ich mich kaum noch bewegen und ständig krampfte es irgendwo in meinen Beinen. Ein richtiger Muskelkater ist aber ausgeblieben. Erstaunlicherweise hatte ich am Mittwoch auch schon wieder Lust zu Laufen und aus angepeilten 30 Minuten sind dann 55 Minuten geworden. Fazit: Passt alles :-)

Erlebnisbericht von Melina Metzig

Eichelbergman- Deutsche Meisterschaften im Crossduathlon 2013

Wie bereits im letzten Jahr wurden auch 2013 die Deutschen Meisterschaften im Crossduathlon im Rahmen des Eichelbergmans im Herzen des Kraichgaus ausgetragen. Aber im Gegensatz zu 2012 wurde die neue, anspruchsvollere Strecke nach Odenheim verlegt. Mittelpunkt des Geschehens war das Stadion in Odenheim. Von hier aus starteten die Athleten zum 9 km langen Crosslauf, bevor mit dem Mountainbike (MTB) 3 Runden à 11 km inklusive 2,5 km langem Singletrail zurückgelegt werden mussten. Abschließend mussten weitere 4,5 km Crosslauf absolviert werden, ehe man ins Stadion und damit ins Ziel einlaufen konnte.

Wenn Triathlon eine Randsportart ist, dann kann man Crossduathlon getrost als Randsportart unter den Randsportarten bezeichnen. Das spiegelt sich unter anderem in einem übersichtlichen Starterfeld wieder.

Nachdem es zwei Wochen vor dem Wettkampf trocken blieb, regnete es die Nacht vor dem Wettkampf durch. Das führte dazu, dass die MTB-Wettkampfstrecke an 3 Stellen sicherheitsbedingt geändert wurde. Das Wohl der Teilnehmer stand immer an erster Stelle! Auch mein Motto des Wettkampfs lautete: Heile ins Ziel kommen!
Das regnerische, kalte Wetter und die Bedingungen schreckte wohl auch einige  Teilnehmer ab: Am Ende gingen ca. 83 gemeldeten Athleten an den Start, davon 20 Frauen.
Die Bedingungen sorgten nicht nur für schlammige Gesichter und Klamotten, sondern auch für einige Stürze und technische Defekte.
Man kann sich das ungefähr so vorstellen, als versuche man mit dem Rad auf eisglatter Fläche zu fahren und Vorder- und Hinterrad bewegen sich in unterschiedliche Richtungen. Oder man versucht durch sehr zähen, ca. 20 cm tiefen Matsch zu fahren. Das Rad bleibt einfach stecken. Auch das Laufen gestaltete sich nicht sehr viel einfacher: Zwischenzeitlich überlegt man ernsthaft, ob man das Gefälle nicht besser auf dem Hosenboden überwindet- anstatt aufrecht schlitternd mit der Gefahr sich einen Bänderriss zuzulegen...
Zum Glück gab es keine ernsthaften Verletzungen im Starterfeld!
Letztendlich kamen 51 Athleten und 12 Athletinnen ins Ziel.
Als vierte unter den Frauen und zweite meiner Altersklasse mit einer Zielzeit von 3:14 h war ich sehr glücklich und zufrieden, heile und ohne Stürze ins Ziel gekommen zu sein- auch wenn ich das Treppchen knapp verpasst hatte.

Respekt auch an alle Zuschauer und Helfer, die trotz des wirklich scheußlichen Wetters die Athleten vom Streckenrand aus unterstützten!

 

Erlebnisbericht von Stefan Merz bei der DATEV Challenge in Roth am 14. Juli 2013

Die Gewissheit, dass einige das Rennen live vor Ort oder am Ticker von zuhause aus verfolgen werden, schmälerte jedoch nicht unbedingt meine Nervosität vor dem Start. Meine Eindrücke und das Rennen habe ich mal versucht in einem kleinen Erlebnisbericht am Montagabend, frisch nach dem Rennen, zusammenzufassen. Viel Spaß beim Lesen:
 
Die Wetterbedingungen waren am Freitag auf der Willkommensfeier als nahezu optimal angekündigt gewesen: Max 24°C Lufttemperatur, kaum Wind auf der Radstrecke, bewölkter Himmel und eine Wassertemperatur von 21°-22°C. Die Randbedingungen für ein schnelles Rennen waren geben. Mein erklärtes Ziel unter 10:00 zu „finishen“ schien erreichbar.
 
Am Sontag ging es dann früh los. Aufstehen 03:00, Frühstücken 03:30, Fahrt zum Kanal 04:30. In der Wechselzone 1 angekommen fanden die letzten Vorbereitungen am Rad statt: Luftdrück noch einmal kontrollieren, Trinkflaschen richten, Wechselbeutel mit den Radschuhen ein x-tes mal kontrollieren und vor allem gegen die nun ansteigende Nervosität kämpfen. Um 06:30 startet dann die erste Gruppe mit den Profis. Es war das Zeichen sich in den Neo zu zwängen. So nun wird die „07:00 Startgruppe“ aufgerufen. Alle sammeln sich in der Startbox. Rund um die Startbereich stehen tausende Zuschauer – was für eine Stimmung.
 
07:00 Uhr: Der Startschuss fällt. Endlich geh es los in Richtung erster Wendeboje. Die Startgruppe ist überschaubar und der Kanal weit genug, damit nicht gleich das sonst übliche „Gekeule“ los geht. Ohne Tritte, Ellenbogen oder sonstige „Fremdeinwirkungen“ kann ich mein Tempo angehen. Auf dem Weg zurück in Richtung 2. Wendepunkt konnten dann die ersten Teilnehmer aus der vorherigen Startgruppe aufgeschwommen werden. Auf Höhe der Startmarkierung angekommen sind es noch knappe 1000 Meter – langsam fällt es schwerer. An der letzten Boje angekommen sind es noch 400 Meter – so jetzt langsam auf der Wechsel vorbereiten. Endlich am Schwimmausstieg angekommen stehen Helfer bereit dich aus dem Wasser zu ziehen und in Richtung Wechselzelt zu schicken.
 
Der Beutel mit der Nummer 974 ist gleich gefunden und mit Volldampf geht es ins Wechselzelt. Schnell ist ein Sitzplatz gefunden und der Neo schon halb aus. Schei..... – was ist denn das: Der linke Oberschenkel - EIN KRAMPF !?! Nach dem Schwimmen? Beim Wechseln? Na das geht ja gut los. Zum Glück ist der Krampf genauso schnell verschwunden wie er gekommen ist. Jetzt aber rein in die Radschuhe und raus aus dem Zelt, den eistudierten Weg zum Fahrrad folgen, Helm auf, Brille an und raus aus der Wechselzone 1. Beim Verlassen der WZ1 noch einmal schnell auf die Uhr geschaut: OK, ich bin im Zeitplan, eigentlich sogar noch eine Minute schneller als geplant. Die erste Disziplin ist abgeschlossen!
 
Mit dem Rad beginnt nun eigentlich meine schwächste Disziplin. Zu Rennbeginn fühlen sich die Beinen nicht besonders gut an. Sie sind „dick“ und es fehlt an „Spritzigkeit“. Aber egal nach dem Schwimmen gilt es für mich erst einmal den Puls zu kontrollieren und sich nicht vor Hatz der anderen anstecken zu lassen. Die Marschrichtung lag bei Schnittpuls 130 und an den „Drückerpassagen“ nicht über 140. Nach dem ersten ordentlichen Anstieg bei KM40 wurden die Beine langsam besser. Am Solarer Berg steht der Höhepunkt der Radstrecke an. Es baut sich vor einem eine Wand aus Menschen auf – ein absolutes Gänsehauterlebnis. Direkt vor einem öffnet sich ein Spalier in Fahrradbreite. Es kann sich auf der Tour de France bestimmt nicht besser anfühlen.  Bei KM90 ist die erste Hälfte des Radstrecke absolviert. Mein Fazit zu diesem Zeitpunkt: Ich bin mehr als im Soll! Die ersten 90 KM wurden im 35km/h-Schnitt  absolviert!
 
Gels, Energieriegel und ISO Drink bringen verbrauchte Energie zurück – ich achte darauf, dass ich auch genug zu mir nehme. Eine Tatsache die sich im Verlauf des weiteren Rennens als außerordentlich wichtig erweisen wird. Mit ordentlich Tempo und mäßigem Puls geht es in Richtung Süd-Osten. Irgendetwas stimmt hier nicht. Das Tempo ist zu gut und die körperliche Anstrengung zu gering. Schnell wird klar – wir haben einen kräftigen Rückenwind auf der Strecke! Das bedeutet nichts Gutes für den letzten Streckenabschnitt mit kräftigem Gegenwind. Mit nunmehr müden Beinen geht zum zweiten Mal den Solarer Berg hoch. Auch hier haben sich bei den Zuschauern schon einige Erschöpfungszustände eingestellt, es sind lange nicht mehr so viele an der Strecke wie noch auf der ersten Runde. In Eckersmühlen geht es vom Rundkurs runter und ab in Richtung Roth zur Wechselzone 2. Dort angekommen bleibt die Uhr für meine Radzeit nach 05:12 stehen. Damit habe ich nicht gerechnet. Nach Schwimmen und Rad bin ich weit vor meiner Marschtabelle und mit der Gewissheit, dass meine vermeintlich stärkste Disziplin mit dem Laufen noch kommt bereite ich auf den Wechsel vor: Brille noch auf dem Rad ins Trikot gesteckt. Mit „überhöhter“ Geschwindigkeit steure ich auf die Helfer zu. Wie auf dem Rollfeld erfolgt eine Einweisung zu eine Parkplatz. Und schon haben sie mir das Fahrrad sprichwörtlich „unterm Hintern weggezogen“. Die Helfer peitschen mich in Richtung Wechselzelt. Mit dem Wechselbeutel unterm Arm zerrt mich eine Helferrinn zu einer Bank. Ich weiß überhaupt  nicht wie mir geschieht – ich folge einfach den Anweisungen. Ein Wahnsinn: Fahrrad abgeben, Beutel aufnehmen, Laufschuhe anziehen, 2 x Eincremen lassen, etwas trinken und raus auf die Laufstrecke in 1:35.
 
In der Gewissheit, dass meine Paradedisziplin folgt, überprüfe ich die Zwischenzeit beim Start auf der Laufstrecke. Die Uhr zeigt 6 Stunden und 22 Minuten an: „WOW jetzt kann nichts mehr passieren - unter 10:00 sind auf jeden Fall locker drin“ denke ich so bei mir. Zahlreiche lange Läufe in der Vorbereitung signalisierten eine gute Leistung. Leider stellte sich dieses gute Gefühl während des gesamten Laufs so nie ein. Und so kam bei mir am Sonntag der „Mann mit dem Hammer“ schon nach den ersten 10 Kilometern. Zuerst mit Gels und dann mit Cola versuche ich meine Erschöpfung in den Griff zu bekommen. Bei Kilometer 15 an der Schleuse musste ich die ersten Passagen gehen. Hier war mein absoluter Tiefpunkt! Zum Ziel fehlten noch ganze 27 Kilometer. Ich hatte keine Ahnung wie das unter 10:00 funktionieren sollte – ich war erschöpft wie noch nie zuvor. Es musste ein Plan B her und das schnell. Als ich wieder anlief kam ein schnellerer Läufer an mir vorbei. An diesen „hing“ ich nun für die nächsten 10 Kilometer in direktem Abstand. Das erste Tief war wohl überwunden und die Zwischenzeiten signalisierten wieder Zuversicht. Die Bedingungen waren hart. Von der prophezeiten Bewölkung war weit und breit nicht zu sehen und die Außentemperaturen fühlten sich auch nicht nach 24°C an. So ging es weiter auf der staubigen Schotterpiste in Richtung zweitem Wendepunkt. Jede zwei Kilometer an den Verpflegungsstellen versuchten alle sich ordentlich abzukühlen und etwas Energie in Form von Gels und Cola zuzuführen. Ab Kilometer 30 startete bei mir das große Rechnen: „Welche Kilometerzeit kann man sich noch schlechtesten erlauben um unter 10:00 ins Ziel zu kommen“. Wie sich herausstellte eine gar nicht so einfache Aufgabe zu diesem Zeitpunkt und der Erschöpfung. Ich versuche es mal so zu sagen: Es kamen häufig ähnliche Ergebnisse bei den Rechnungen heraus. Bei Kilometer 37 war dann zum Glück wieder Nicole da, die mich den ganzen Tag begleitet und angefeuert hat. Es geht zurück in Richtung Roth. Ich zähle die Kilometer runter. Noch einmal auf den Marktplatz und wieder rauf in Richtung Zielbereich. Man hört von weitem schon den Stadionsprecher. Rein ins Messegelände und in den Zielkanal. Den roten Teppichboden unter den Füßen läuft man euphorisch ins Stadion ein.
 
09:53:00 es ist geschafft. Was für ein Tag! Mit vielen Hochs und einigen Tiefs ist ein langer und harter Wettkampf zu Ende gegangen. Meine persönlichen Ziele als Triathlet sind zu diesem Zeitpunkt erreicht: 1 x IRONMAN , 1 x Start in Roth und schließlich „SUB10-Finischer“ mit 09:53 unter der magischen 10 Stunden Marke !
 
Triathlon gilt im Allgemeinen als Sportart für Einzelstarter, ich hatte jedoch das Glück jederzeit Teil eines super Team zu sein. Vor allem Nicole hat mich vom ersten Tag an in der Vorbereitung für diese Langdistanz bis zu den letzten Metern auf der Ziellinie unglaublich unterstützt und dabei selbst ihre eigenen sportlichen Ziele etwas hinten angestellt. Zahlreiche Trainings wären ohne die Hilfe meiner Familie, den Großeltern und „verständnisvollen“ Freunden, in dieser Form unmöglich gewesen.
 
Auch Trainingspartner und Trainer wie Martin, Sven und nicht zuletzt Mario haben diese „Mannschaftsleistung“ mit vollbracht. Auch ihnen gilt an dieser Stelle mein Dank.  
 
Unheimlich stolz und mit sportlichen Grüßen
 
Stefan